Dienstag, 31. März 2009

Segovia - Ausflug 28.3.2009

Vergangenen Samstag haben wir zu fünft einen Ausflug mit einem Mietauto nach Segovia gemacht. Die Autofahrt hat ca. 2 Stunden gedauert, ist aber echt schnell vergangen.


Das Wetter war leider gar nicht schön, es war eiskalt und es hat sogar geschneit. Und das, nachdem es die letzten Wochen immer über 20°C gehabt hat. Naja, schlau wie ich bin hab ich deswegen auch keine Jacke mitgenommen. Aber ich bin noch gesund…

Die Stadt an sich ist wunderschön, muss sie ja, wenn sie zu den drei wichtigsten historischen Städten Spaniens gehört. Eine von uns hatte zum Glück einen Schinken von Reiseführer mit, weswegen wir sicher nichts Wichtiges ausgelassen haben.


Also, gesehen haben wir:


Aquädukt:



Kathedrale:



Alcázar:



Die Aussicht vom Schloss aus war schön...



... aber grundsätzlich ist die Landschaft in der Region Spaniens nicht gerade berauschend.



Und halt noch sonstige Gebäude und Kirchen, aber die drei Bauwerke sind eigentlich die bekanntesten…


Zum Abschluss waren wir dann noch essen. Wir haben ein dreigängiges Menü bekommen und pro Person eine halbe Flasche Rotwein. Da lässt sich’s schon leben. Nur meine Nachspeise (Obst) hab ich mir ein bisschen anders vorgestellt. Hätt mir irgendwie einen Obstteller mit mindestens zwei verschiedenen Obstsorten erwartet. Stattdessen ist ein Apfel auf einem Teller mit Messer und Gabel dahergekommen. Der war nicht mal aufgeschnitten…


Die Aussicht

...ist von unseren Balkonen aus bei Tag und Nacht wunderschön. Vor dem Wohnhaus ist ein teilweise gepflasterter und teilweise grüner Platz mit Bäumen, die übrigens schon austreiben bzw. blühen. Links ganz groß das Kloster, im Hintergrund sieht man die Kathedrale und rechts einfach nur schöne, alte Häuse aus Stein. Herrlich, oder!?

Bei Tag:


Bei Nacht:

Mittwoch, 18. März 2009

Fortgehen

Was das Fortgehen betrifft, ist Spanien genial! Es gibt über die ganze Stadt verteilt tolle Bars, wo man die typisch spanischen Tapas bekommt. Also man bestellt sich ein Getränk und isst dann Tapas dazu, so kleine Häppchen, die von Bar zu Bar variieren. Man findet z.B. Tortilla in allen Varianten, Fleischspieße, Bocadillos, Paella, ... Und das Beste ist ja, dass man dann für den Radler oder was auch immer (Bier und Wein ist hier billiger als alles andere, sogar billiger als Mineralwasser) und die Tapa zwischen 1,60 Euro und 2 Euro bezahlt. Is, find ich zumindest, total günstig.

Und das südländische Temperament der Spanier erkennt man erst richtig beim Fortgehen. Die können sooo laut werden! Heimgehen wollen sie dann auch nicht mehr. Wie oft das schon vorgekommen ist, dass meine Mitbewohner um 8:00 Uhr oder 12:00 vormittags bzw. mittags nach Hause gekommen sind. Ich halt das (noch) nicht durch, da würd ich vorher glaub ich einschlafen. Aber schauen wir mal, bis Anfang Juli ist es ja noch ein Weilchen, vielleicht schaff ich es bis dahin ja mal...

Auf dem Foto rechts sind meine Mitbewohnerin Susana, mein Mitbewohner Davíd und ihr Freund Angel. Am Blick von Davíd sieht man glaub ich ganz gut, wie begeistert er war, dass ich fotografiert hab.

Wenn wir schon vom Fortgehen reden, dann darf ein Foto von der Plaza Mayor bei Nacht natürlich nicht fehlen. Der Platz sieht dann sooo schön aus, so richtig golden, wenn er beleuchtet ist.

Mein Zimmer

Ich hab mir gedacht, ich zeig mal her, wie mein Zimmerchen in Salamanca so ausschaut. Naja, es ist halt wirklich sehr klein, aber ich fühl mich wohl darin. Hab ja alles, was ich brauch: Kasten, Schreibtisch und Sessel, Bett und Nachtkästchen und ein paar Regale. Naja, das Bett ist halt auch nur ein Einzelbett. Und da ich ja die meiste Zeit "einzeln" bin, ist das ja auch kein Problem. Nur wenn der Mike da ist, wird's halt ein bisschen eng, aber da haben wir uns eh so lang nich gesehen, dass uns das auch nichts ausmacht. Hoff ich zumindest...

Was man jetzt auf den Fotos nicht sieht, aber was genial is, ist, dass es in der ganzen Wohnung und auch in meinem Zimmer so schöne Leisten gibt, die die Decke einrahmen und um die Lampen herum gibt's überall Stuck-Rosetten.

Die spanische Küche

Das Essen in Spanien is super! Ich muss auch dazusagen, dass ich mit meiner WG großes Glück gehabt hab, da jeden Tag frisch gekocht wird und größtenteils spanisch Küche. So lern ich mal was anderes kennen...

Wie man auf den beiden Bildern (linkes Bild: Paella mit verschiedenen Meeresfrüchten, rechtes Bild: Muscheln) schon sieht, besteht die spanische Küche zu einem sehr großen Teil aus allen möglichen Fischsorten und Meeresfrüchten: Thunfisch (in Filetform und aus der Dose), Lachs, Muscheln, Scampi, ... Ach, alles mögliche und das in ganz vielen verschiedenen Variationen. Und da ich ja Fisch gern mach, hab ich kein Problem damit. Aber jedes Mal, wenn es Fisch gibt, muss ich an meinen lieben Mike denken, weil der würd da glaub ich fast verhungern...

Gewöhnungsbedüftig ist allerdings, dass erst um 22:00 Uhr oder manchmal noch später Abend gegessen wird. Und zum Abendessen wird noch einmal gekocht, das heißt es gibt zwei warme Mahlzeiten pro Tag. Nach den ersten drei Wochen hab ich dann gesagt, dass ich alleine Abend esse, weil mir das einfach zu spät is.

Und man könnte fast schon sagen, dass ich in Spanien ein neues Lieblingsgericht gefunde hab: TORTILLA. Ich liebe Tortilla! Die besteht ja hauptsächlich aus Kartoffeln und Eiern (eigentlich ein Arme-Leute-Essen, wie man so schön sagt) und dann kann man sie in allen möglichen Varianten machen. Wir geben zusätzlich immer noch Zucchini rein. Mmm...

Mittwoch, 25. Februar 2009

Salamanca - Der Fleisch- und Fischeinkauf

Vor einem Weilchen hab ich gemeinsam mit meinen beiden männlichen Mitbewohnern den Fleisch- und Fischeinkauf erledigt. Dazu sind wir in ein Geschäft gegangen, in dem man nur Fleisch und Fisch kaufen kann - zumindest hab ich das zuerst gedacht. In diesem Gebäude waren aber lauter einzelne Stände aufgestellt und bei jedem Stand gab's ganz unterschiedliche Dinge: angefangen von allen möglichen Fischsorten über Rindfleisch, Schweinefleisch, Lamm, usw. findet man dort alles. Was mir aber weniger gefallen hat, war erstens, dass es extrem gestunken hat (eh klar mit dem ganzen Fisch) und zweitens, dass einige Tierchen noch im Ganzen dort waren, wie z.B. Ferkel und Kaninchen. Unglaublich, aber wahr: meine Mitbewohner waren ganz begeistert von den Kaninchen und haben eines mitgenommen. Aber vorher hat die Verkäuferin das arme Viecherl vor unseren Augen zerhackt! Was soll man dazu sagen!?










Salamanca - Rund um die Uni

So, nach längerer Zeit und vielen neuen Fotos gibt's nun wieder einen Eintrag, und zwar über die Uni hier.

Ich würd mal sagen, dass ich ziemliches Glück hab, dass ich so nah bei der Uni wohn, es sind nämlich nur 500m oder sogar noch weniger. Auf jeden Fall bin ich zu Fuß ganz schnell da und ich kann auf dem Weg dorthin auch noch die Aussicht auf ein Kloster und eine Kathedrale genießen. Außerdem führt mich mein Uniweg vorbei an einem wunderschön gepflasterten Platz mit Bäumen und Grünfläche und durch eine kleine, typisch spanische Gasse.











Tja, die Uni in Salamanca... Ich würd mal sagen, dass die Uni hier ein Kapitel für sich ist. Das fängt schon mal beim Gebäude selbst an. Von außen ein wunderschöner Bau aus Sandstein (das hab ich jetzt mal geraten) an einem tollen Platz gegenüber einer Kathedrale. Von innen schaut die Uni auch ganz gepflegt aus, aber die Klassenräume sind noch kleiner als bei uns in Graz, und das heißt wirklich was! Die Tische sind irgendwie ganz komisch und die Computerräume sind auch eher dürftig ausgestattet. Und das Beste: Das muss man sich bitte mal vorstellen, es gibt auf der Uni nicht mal Drucker. Das heißt, jedes Mal, wenn man etwas für die Uni ausdrucken muss, muss man in irgendeinen Copy Shop gehen. Und Cafeteria gibt's auch keine...










Außerdem ist es voll witzig, dass keiner meiner Kurse aus mehr als 12 Leuten besteht, die Gruppen sind also alle winzig klein. Das ist gewöhnungsbedürftig, weil ja in Graz die Gruppen mit 25 Leuten für mich schon klein waren. Der Unterricht selbst gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn einer der Kurse nicht besonders fordernd ist, ein anderer dafür ziemlich schwierig.

Vom 16.-20. Februar hat in unserer Fakultät eine Konferenz zum Thema juristisches Übersetzen und Dolmetschen stattgefunden. Dafür sind ein paar Kurse ausgefallen, damit wir uns ein paar Vorträge anhören konnten. Vom Vortragsraum war ich begeistert, die Sitze sind schön gepolstert, da lässt sich's also aushalten und es ist somit eine gute Alternative zum Unterricht. Aber einen Vortrag wollte ich mir unbedingt anhören, und zwar den von Mona Baker, die auf dem Gebiet des Übersetzens und Dolmetschens ja wirklich sehr bekannt ist...











Ein anderes Thema ist die Moral der spanischen Studenten, was die Uni betrifft. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt schon mal vorgekommen ist, dass in einem Kurs niemand gefehlt hat, glaub aber eher nicht. Ich bekomm das z.B. bei meinen Mitbewohnern mit, die wirklich oft einfach daheim bleiben, statt in die Uni zu gehen. Nach ein bisschen Fortgehen oder einem Film am Abend (wenn wir dann halt bis 2:30 Uhr auf waren), dann lässt man die Kurse einfach ausfallen - ist doch eh klar, oder!? Für mich ist das viele Schwänzen eher nichts, weil ich möcht und muss die Kurse bestehen. Dann gibt's halt für mich mal ein bisschen weniger Schlaf, was leider viel zu oft vorkommt...

Und das muss ich noch erwähnen: Das ist die berühmte Fassade der Escuelas Mayores der Universität Salamanca. Ich glaub das ist eh das erste, das man kennen lernt, wenn man sich über Salamanca informiert. Irgendwo in die Verzierung ist ein Frosch eingearbeitet und wenn man den findet, dann soll man angeblich ganz viel Glück haben. Der Frosch ist aber sooo klein und versteckt, dass man den wirklich fast nicht findet. Ich hab ihn trotz Hilfe leider nicht entdeckt. Frösche findet man aber auch sonst überall in der Stadt wieder, denn der Frosch ist irgendwie das Maskottchen von Salamanca. In jedem Geschäft findet man Plüschfrösche, Frösche auf T-Shirts, als Schlüsselanhänger und und und... Auf dem rechten Foto ist nur ein Teil der Fassade zu sehen, aber der Teil, auf dem der Frosch zu finden ist. Na, wo ist der Frosch?