Ich würd mal sagen, dass ich ziemliches Glück hab, dass ich so nah bei der Uni wohn, es sind nämlich nur 500m oder sogar noch weniger. Auf jeden Fall bin ich zu Fuß ganz schnell da und ich kann auf dem Weg dorthin auch noch die Aussicht auf ein Kloster und eine Kathedrale genießen. Außerdem führt mich mein Uniweg vorbei an einem wunderschön gepflasterten Platz mit Bäumen und Grünfläche und durch eine kleine, typisch spanische Gasse.





Tja, die Uni in Salamanca... Ich würd mal sagen, dass die Uni hier ein Kapitel für sich ist. Das fängt schon mal beim Gebäude selbst an. Von außen ein wunderschöner Bau aus Sandstein (das hab ich jetzt mal geraten) an einem tollen Platz gegenüber einer Kathedrale. Von innen schaut die Uni auch ganz gepflegt aus, aber die Klassenräume sind noch kleiner als bei uns in Graz, und das heißt wirklich was! Die Tische sind irgendwie ganz komisch und die Computerräume sind auch eher dürftig ausgestattet. Und das Beste: Das muss man sich bitte mal vorstellen, es gibt auf der Uni nicht mal Drucker. Das heißt, jedes Mal, wenn man etwas für die Uni ausdrucken muss, muss man in irgendeinen Copy Shop gehen. Und Cafeteria gibt's auch keine...
Außerdem ist es voll witzig, dass keiner meiner Kurse aus mehr als 12 Leuten besteht, die Gruppen sind also alle winzig klein. Das ist gewöhnungsbedürftig, weil ja in Graz die Gruppen mit 25 Leuten für mich schon klein waren. Der Unterricht selbst gefällt mir eigentlich ganz gut, auch wenn einer der Kurse nicht besonders fordernd ist, ein anderer dafür ziemlich schwierig.
Vom 16.-20. Februar hat in unserer Fakultät eine Konferenz zum Thema juristisches Übersetzen und Dolmetschen stattgefunden. Dafür sind ein paar Kurse ausgefallen, damit wir uns ein paar Vorträge anhören konnten. Vom Vortragsraum war ich begeistert, die Sitze sind schön gepolstert, da lässt sich's also aushalten und es ist somit eine gute Alternative zum Unterricht. Aber einen Vortrag wollte ich mir unbedingt anhören, und zwar den von Mona Baker, die auf dem Gebiet des Übersetzens und Dolmetschens ja wirklich sehr bekannt ist...
Ein anderes Thema ist die Moral der spanischen Studenten, was die Uni betrifft. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt schon mal vorgekommen ist, dass in einem Kurs niemand gefehlt hat, glaub aber eher nicht. Ich bekomm das z.B. bei meinen Mitbewohnern mit, die wirklich oft einfach daheim bleiben, statt in die Uni zu gehen. Nach ein bisschen Fortgehen oder einem Film am Abend (wenn wir dann halt bis 2:30 Uhr auf waren), dann lässt man die Kurse einfach ausfallen - ist doch eh klar, oder!? Für mich ist das viele Schwänzen eher nichts, weil ich möcht und muss die Kurse bestehen. Dann gibt's halt für mich mal ein bisschen weniger Schlaf, was leider viel zu oft vorkommt...
Und das muss ich noch erwähnen: Das ist die berühmte Fassade der Escuelas Mayores der Universität Salamanca. Ich glaub das ist eh das erste, das man kennen lernt, wenn man sich über Salamanca informiert. Irgendwo in die Verzierung ist ein Frosch eingearbeitet und wenn man den findet, dann soll man angeblich ganz viel Glück haben. Der Frosch ist aber sooo klein und versteckt, dass man den wirklich fast nicht findet. Ich hab ihn trotz Hilfe leider nicht entdeckt. Frösche findet man aber auch sonst überall in der Stadt wieder, denn der Frosch ist irgendwie das Maskottchen von Salamanca. In jedem Geschäft findet man Plüschfrösche, Frösche auf T-Shirts, als Schlüsselanhänger und und und... Auf dem rechten Foto ist nur ein Teil der Fassade zu sehen, aber der Teil, auf dem der Frosch zu finden ist. Na, wo ist der Frosch?
Also von außen schaut die Uni ja echt super aus! (Aber die Klassenräume... na ja... Hast mir eh schon davon erzählt)
AntwortenLöschenUnd... wow, ein Vortrag von Mona Baker!!! Find das ja voll genial, dass du den anhören kannst.
Und so wirklich überraschend is des eh net, dass die Spanier des mit der Anwesenheit im Unterricht net so ernst nehmen, oder? :)
Werd mich jetzt auf die Suche nach dem Frosch machen! *g*
Bussal
Julia